App erstellen lassen: was es kostet und wie lange es dauert
Wer eine App erstellen lassen will, holt Angebote ein und bekommt Zahlen, die weit auseinanderliegen. Der Grund ist selten die Technik, sondern der Aufwand für Abstimmung, Konzept und Nacharbeit. Diese Seite zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt und wo der KI-Weg tatsächlich etwas ändert.
Kurz gesagt
Eine App erstellen zu lassen kostet bei einer deutschen Agentur für eine einfache Fachanwendung meist 15.000 bis 60.000 Euro bei 8 bis 16 Wochen Laufzeit. Der größte Kostenblock ist nicht das Programmieren, sondern Abstimmung, Konzept und Änderungsrunden. Genau diesen Block verkürzt ein KI-Builder, weil du direkt beschreibst statt zu briefen.
Woraus Angebot, Laufzeit und Nacharbeit entstehen
Warum das Lastenheft nicht den Alltag beschreibt
Ein Lastenheft entsteht in Besprechungen, der Alltag am Arbeitsplatz. Was dabei regelmäßig fehlt, sind die Ausnahmen: der Kunde mit Sonderkonditionen, der Vorgang, der rückwärts läuft, der Fall, den seit Jahren eine Person von Hand löst. Diese Ausnahmen tauchen erst beim Ausprobieren auf.
Deshalb liegt der teuerste Teil eines Agenturprojekts fast nie im Programmieren. Er liegt in den Runden danach — und die werden nach Abnahme zu einem anderen Preis abgerechnet als davor.
Abstimmung ist der größte Einzelposten
Zwischen Anforderung und Umsetzung liegt in klassischen Projekten eine Vertragsbeziehung. Jede Präzisierung braucht ein Gespräch, ein Protokoll, eine Freigabe und häufig ein Nachtragsangebot. Bei einem Tagessatz von 800 bis 1.400 Euro ist eine Abstimmungsrunde ein realer Kostenblock.
Das erklärt auch die Spannbreite zwischen Angeboten: Anbieter kalkulieren unterschiedlich viel Unklarheit ein. Das niedrigste Angebot ist häufig das, welches die Unklarheit in den Änderungsprozess verschiebt.
Wartung wird selten mitgerechnet
Üblich sind 15 bis 20 Prozent der Entwicklungskosten pro Jahr für Wartung und Pflege — Sicherheitsaktualisierungen, Anpassungen an neue Browser- und Systemversionen, Betrieb. Das steht selten im Erstangebot und ist über drei Jahre der Posten, der die Gesamtrechnung verschiebt.
Dazu kommt die Frage, was passiert, wenn der Anbieter ausfällt. Ohne übergebenen Quellcode und dokumentierten Aufbau ist eine Anwendung dann nicht kaputt, aber unveränderbar — der Fall, den vorher niemand durchspielt.
Was sich durch KI-Builder verschiebt — und was nicht
Eine erste lauffähige Version in Stunden verändert die Reihenfolge: Die Anforderung wird am Ergebnis präzisiert statt im Dokument. Genau der Block, der klassisch am teuersten ist, wird dadurch kleiner.
Was sich nicht verschiebt: Wer Verantwortung für Betrieb, Datenschutz und Weiterentwicklung trägt. Für große, regulierte oder tief integrierte Vorhaben bleibt eine Agentur die richtige Wahl — die realistische Nutzung ist häufig, mit einer eigenen ersten Version in die Angebotsphase zu gehen statt mit einer Beschreibung.
Was den Preis eines Angebots bestimmt
Wie genau dein Ablauf beschrieben ist
Wie viele Rollen und Freigaben es gibt
Wie viele Änderungsrunden eingeplant sind
Dieselbe Anforderung, als Prompt statt als Lastenheft
Was in einem Agenturprojekt ein Konzeptdokument wäre, ist hier die Eingabe.
Erstelle ein Angebotstool für unseren Vertrieb. Ein Angebot besteht aus Positionen mit Menge, Einzelpreis und Rabatt. Ab 10 Prozent Nachlass muss die Vertriebsleitung freigeben, ab 25 Prozent zusätzlich die Geschäftsführung. Angebote laufen nach 30 Tagen ab, und wir wollen sehen, welche angenommen wurden.
Was daraus entsteht
angebote
|
kunde_id,ersteller_id,erstellt_am,gueltig_bis,status,summe |
positionen
|
angebot_id,bezeichnung,menge,einzelpreis,rabatt_prozent |
freigaben
|
angebot_id,stufe,entscheider_id,entschieden_am |
regel: eskalation
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ab 10 prozent vertriebsleitung, ab 25 prozent zusaetzlich geschaeftsfuehrung |
regel: ablauf
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status wechselt automatisch auf abgelaufen nach 30 tagen |
Was du für dein Geld bekommst
| Agentur | Freelancer | Chattee | |
|---|---|---|---|
| Erste lauffähige Version | 8–16 Wochen | 4–10 Wochen | Stunden bis Tage |
| Typische Kosten | 15.000–60.000 € | 8.000–25.000 € | Nutzungsabhängig |
| Änderung nach Abnahme | Neues Angebot | Nach Verfügbarkeit | Im Chat beschrieben |
| Wem gehört der Code | Vertragsabhängig | Vertragsabhängig | Dir |
| Risiko bei Ausfall | Projektstillstand | Hoch | Keines |
| Datenstandort | Je nach Hosting | Je nach Hosting | Deutschland |
Vergleichswerte aus öffentlich einsehbaren Marktpreisen und Chattee-Projekten. Stand: 29.08.2026.
Woran Agenturprojekte teuer werden
Das Lastenheft beschreibt nicht den Alltag
Was im Konzept eindeutig klang, hat im Betrieb drei Ausnahmen. Jede davon wird zum Änderungsantrag.
Abstimmung kostet mehr als Code
Termine, Rückfragen, Abnahmen: In vielen Projekten ist das der größere Posten.
Änderungen nach Abnahme sind ein neues Projekt
Der Satz „das war nicht im Umfang" ist der Grund, warum viele Fachanwendungen unfertig bleiben.
Wartung wird selten mitgerechnet
Nach dem Livegang braucht Software Pflege. Wer den Code nicht besitzt, kann den Anbieter dafür nicht wechseln.
Häufig gestellte Fragen
-
Was kostet es, eine App erstellen zu lassen?
Für eine einfache betriebliche Fachanwendung nennen deutsche Agenturen typischerweise 15.000 bis 60.000 Euro. Komplexere Anwendungen mit mehreren Rollen und Schnittstellen liegen darüber.
- Wie lange dauert eine App-Entwicklung?
- Kann ich nicht einfach mit KI anfangen und später eine Agentur beauftragen?
- Wem gehört die App, wenn ich sie erstellen lasse?
- Gilt das auch für Österreich und die Schweiz?
- Was ist mit laufenden Kosten?
- Wann lohnt sich trotzdem eine Agentur?
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